Druck- und Axialbelastung eines Rohrflansches

mit FEM-System MEANS V8 und  Solid Works 2007

Netzgenerierung des Rohrflansches

Starten Sie mit einem Doppelklick auf das Desktop-Icon  um MEANS V8 zu starten. Bitte beachten Sie dass folgendes installiert ist:

 

·        Framework 2.0 (Download im Internet unter www.microsoft.de )

·        DirectX9-Installation finden Sie unter „Alle Programme/FEM-System MEANS“

·        der aktuelle DirectX9-Grafikkartentreiber installiert ist

 

Wählen Sie  „Neues Projekt“ und „3D-Tetraeder-Netzgenerierung“ um die STL-Datei für den 3D-Netzgenerator auszuwählen.

 

 

 

 

 

3D-Netzgenerator

Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon  und das Dropdown-Menü

 „3D-Netzgenerator“ aus.

 

 

 

Es erscheint eine Dialogbox, hier werden die CAD-Formate angezeigt:

 

STL                 für die 3D-Netzgenerierung das beste geeignete Format

DXF                hauptsächlich für die 2D-Netzgenerierung mit MEANS V7

STEP/IGES     weniger geeignet, da meistens zu feine Netze erzeugt werden

 

 

STEP nach STL konvertieren

 

Falls nur STEP- oder IGES-Dateien verfügbar sind, können diese im Netzgenerator unter File / Save Geometrie als

STL-Dateien abgespeichert und mit File / Load Geometrie wieder eingeladen werden oder man wiederholt komplett

die Netzgenerierung mit einer „STL-Optimierung“.

 

 

 

Keine Baugruppen verwenden

 

Sowohl in der STL- als auch in der STEP-Datei dürfen keine Baugruppen abgespeichert sondern müssen vorher im

CAD-System zu einem Teil verschmolzen worden sein. Dieser Arbeitsschritt ist heute aber mit jedem 3D-CAD-System

über „Boolsche Operationen“ und „Vereinen“ durchführbar.

 

 

Fehler-Anzeigefenster:

 

Sollte der Netzgenerator beim erstenmal abstürzen dann ist Ihre STL-Datei nicht 100% ig in Ordnung und besitzt

„unverbundene“ Kanten womit sie für die Netzgenerierung unbrauchbar werden kann.  Wiederholen Sie darum die

Netzgenerierung und wählen diesmal das Menü „...mit Fehler-Anzeigefenster“ sowie im Netzgenerator

„File“ und „Recent Files“, jetzt werden Fehlermeldungen in einem DOS-Fenster angezeigt die Hinweise auf die Absturzursache liefern.

 

 

 

 

Netzgenerator Nr. 2

 

Selektieren Sie die gewünschte STL-Datei und wählen „Netzgenerator Nr. 2 starten“ Es wird automatisch der Netzgenerator Nr. 2

gestartet und das CAD-Modell wird in einem Windows-Fenster dargestellt. Sie können es mit rechten Maustaste beliebig im Raum drehen und ansehen.

 

 

 

 

 

 

Netzgenerierung ohne Refinement

 

Sie können sofort mit dem Menü „Generate Mesh“ und der voreingestellten Netzdichte „moderate“ ein FEM-Netz generieren.

 

 

 

Netzgenerierung mit Refinement

Modell verkleinern und vergrößern

 

Sie können das Modell mit dem Drehrad (auch Wheel genannt) der Maus beliebig verkleinern und vergrößern. 

 

Modell drehen

 

Sie können das Modell mit der rechten Maustaste um die X- und Y-Achse und mit der rechten Maustaste um die Z-Achse beliebig im Raum drehen.

 

 

 

 

Einstellung der optimalen 3D-Ansicht

 

Verkleinern bzw. vergrößern Sie nun mit dem Maus-Rad das Modell soweit daß man es auf dem gesamten Bildschirm sehen kann.

Drehen Sie mit der rechten Maustaste das Modell um die Z-Achse.

Speichern Sie das Modell unter einem beliebigen Namen ab damit auch die aktuelle Ansicht mitabgespeichert wird.

 

 

 

 

 

Flächenmodell erzeugen

 

Wählen Sie das Menü „Flächen und Kanten erzeugen“ um das Modell in seine Flächen zu zerlegen. Die Flächen werden für die Erzeugung der

Knoten- und Flächenbelastung sowie für die Randbedingungen benötigt und können auch beliebig ein- und ausgeblendet werden.

 

 

 

Für das Modell stellen Sie bitte „normale Flächen“ ein und erzeugen das Flächenmodell.

 

 

 

Das Flächenmodell besteht nun aus 505 Surface-Flächen. Die einzelnen Flächen können nun mit der Maus selektiert werden,

wobei die berührte Fläche immer in Rot dargestellt wird.

Versuchen Sie alle Außenflächen nacheinander anzuklicken um ein besseres Gefühl für die Selektierung zu bekommen.

Die Innenflächen können noch nicht selektiert werden da sie im Moment noch von den Außenflächen überdeckt werden.

 

 

Wichtige Flächen die gleich für die FEM-Analyse gebraucht werden:

 

Fläche 68 -> Fläche für Axial-Belastung

Fläche 69 und 172 -> Flächen für die Innendruck-Belastung

Fläche 170 - > Fläche für Einspannung

 

 

 

 

Flächen ausblenden

 

Wählen Sie dazu im rechten Menüfeld das Menü „Flächen ein-/ausblenden“ sowie

„Einzelne ausblenden“ oder „Einzelne einblenden“.

 

 

Dieses Menü wird später für das Postprozessing benötigt um die Spannungen an den Schrauben besser auswerten zu können.

 

 

Flächemodus ein- und ausschalten

 

Mit der rechten Maustaste können Sie den Flächenmodus anhalten um an einer Fläche die Randknoten bzw.

Flächenknoten anzuzeigen um diese für eine Knotenlast oder Randbedingung zu selektieren.

 

 

Drücken Sie wieder auf die rechte Maustaste oder auf das Menü „Flächenmodus“ dann wird der Flächenmodus wieder eingeschaltet.

 

Flächenlast erzeugen

 

Der Innendruck auf die Innenflächen 69 und 172 beträgt 29.1 bar bzw. 2.91 N/mm2.

Wählen Sie das Menü „Flächenlast bearbeiten“ und geben einen Belastungswert von 2.91 sowie den Freiheitsgrad „senkrecht zur Fläche“ ein.

 

 

 

 

 

Wählen Sie „Belastung erzeugen“ und klicken mit einem Doppelklick auf die Fläche 69 und Fläche 172.  Diese werden nun in der Selectbox angezeigt. Wählen Sie dort „Erzeugen“ um die Flächenlast zu erzeugen.

 

 

 

Die Flächenlast wird nun schwarz dargestellt.

 

 

 

 

Axiallast erzeugen

 

Die Axiallast von 242 KN bzw. 242 000 N wirkt auf die Fläche 68 in X-Richtung.

Wählen Sie das Menü „Knotenlast bearbeiten“ und geben einen Belastungswert von 1.0 sowie den Freiheitsgrad „X-Richtung“ ein.

 

 

 

 

 

Wählen Sie „Belastung erzeugen“ und klicken mit einem Doppelklick auf die Fläche 68.  Die wird nun in der Selectbox angezeigt. Wählen Sie dort „Erzeugen“ um die Axiallast zu erzeugen.

 

 

 

 

 

Axialbelastung auf Knoten verteilen

 

Wählen Sie „FEM-Projekt bearbeiten“ und Belastungen. Es wurden 25 Knotenlasten erzeugt, daraus ergibt sich eine

Axialbelastung für jeden Knoten von 242 000 N / 25 = 9680 N. Wählen Sie „Lastfall-Faktor“ und geben dort diesen ein.

 

 

 

 

Lastfall 1 + 2 überlagern

 

Wählen Sie das Menü „Lastfälle überlagern“ und wählen „Generieren viele LF“,  jetzt werden Lastfall 1 und 2 jeweils getrennt

berechnet und Lastfall 3 wird mit Lastfall 1 und 2 überlagert.

 

 

 

 

 

Randbedingungen erzeugen

 

Das rechte Ende ist mit der Fläche 170 fest eingespannt. Wählen Sie dazu das Menü  „Randbedingungen bearbeiten“

sowie den Freiheitsgrad „Einspannung“ und zum Schluß den Button „RBs erzeugen“.

 

 

 

 

Randbedingungen mit Flächenmodus erzeugen

 

Jetzt klicken Sie mit einem Doppelklick auf die Fläche 170, diese wird in die Selectbox geschrieben. Mit „Erzeugen“ werden die Randbedingungen erzeugt.

 

RBs mit Knotenpunkten erzeugen

 

Wählen Sie wieder „Randbedingungen erzeugen“ und selektieren mit der linken Maustaste die Fläche 170. Dannach klicken Sie die

rechte Maustaste um den Flächenmodus anzuhalten. Klicken Sie jetzt im rechten Seitenmenü auf „Flächenknoten“ um die Randknoten der Fläche 170 am Modell darzustellen.

Sind die Knoten sichtbar befinden Sie sich im Knoten-Modus und können die 25 Knoten mit der Maus und einem Doppelklick selektieren.

 

 

 

RBs mit Rechteck aufspannen erzeugen

 

Als Alternative können die RBs erzeugt werden indem über der Fläche 170 ein Rechteck aufgespannt wird.

 

 

 

 

 

 

 

Materialdaten erzeugen

 

Wählen Sie das Menü „FEM-Projekt bearbeiten“ und „Materialdaten“  um die Werkstoff-Eigenschaften wie Elastizitätsmodul oder Poisson-Zahl einzugeben.

 

 

 

Materialdaten eingeben

 

E-Modul und Poisson-Zahl können per Editor sofort eingegeben und geändert  werden. Die anderen Materialdaten wie Dichte (Dynamik), Wärmekoeffizienten (Temperaturlast), Wärmeleitfähigkeiten (Tempertur) oder spez. Wärmekapazität (instationäre Temperatur) werden bei der linearen Statik nicht benötigt.

 

 

 

 

Material aus der Datenbank entnehmen

 

Mit dem Menü „Material-Datenbank“ können die gängigsten Werkstoffe aus einer mitgelieferten Material-Datenbank übernommen werden.

Die Datenbank kann aber auch beliebig mit eigenen Werkstoffen erweitert werden.

 

Access-Datenbank kompatibel

 

Die Datenbank-Datei „Directory“ im Debug-Verzeichnis ist auch voll kompatibel zum Microsoft Datenbankmangementsystem Access

und kann damit auch bearbeitet werden.

 

 

 

 

 

FEM-Analyse

 

Zuerst speichern Sie das Modell unter: einem beliebigen Namen in das Struktur-Verzeichnis ab und wählen „FEM-Analyse“ und nochmal „FEM-Analyse“.

 

 

Es wird ein Windows-Fenster geöffnet und der FEM-Solver beginnt mit der FEM-Analyse die bei großen FEM-Modellen mit über 100 000 Tetraederelementen mehrere Stunden dauern kann.

 

 

Am Schluß werden die Max-Min-Werte der Verformungen und Spannungen angezeigt.  Mit „Datei/Save as“ kann der Fensterinhalt mit den wichtigsten

Daten auch in eine beliebige ASCII-Datei abgespeichert werden.

 

Mit der Taste „Enter“ kehren Sie wieder zum Hauptprogramm zurück. Dort wählen Sie „Schritt 2: Postprocessing starten“ aus um die Ergebnisse farblich auszuwerten.

 

 

 

 

 

 

Ergebnisauswertung

 

Nach der FEM-Analyse oder mit dem Icon und dem Menü „Ergebnisauswertung mit Dialogbox“ erscheint die Dialogbox für die Ergebnisauswertung mit:

 

 

 

Folgende Ergebnisgrößen können grafisch ausgewertet werden:

 

·        Verformungen

·        Knotenspannungen gemittelt

·        Elementspannungen ungemittelt

 

 

weiterhin können

 

·        die Ergebnisse mit dem Windows-Editor Notepad aufgelistet werden

·        und die Verformungen mit einem speziellen OpenGl-Animationsprogramm

     animiert werden

 

Stellen Sie die Raster-Genauigkeit auf „4“ und wählen „Modell mit Ergebnisauswertung“ um die gemittelten Knotenspannungen grafisch darzustellen.

 

 

Ranbedingungen und Flächenlast ausblenden

 

Damit die Spannungen besser zu sehen sind können Randbedingungen und Flächenlast ausgeblendet werden. Dazu auf „Randbedingungen darstellen“

und „Belastungen darstellen“ klicken damit der Haken gelöscht wird.

 

 

 

Darstellung der maximalen Mises-Vergleichsspannung

 

Wählen Sie „Modell mit Ergebnisauswertung“ und Lastfall 3 um die gemittelten Vergleichsspannungen darzustellen. Die Maximalwerte

befinden sich allerdings an den Schrauben die im Gesamtmodell verdeckt sind.

 

 

 

Farben drehen

 

Wählen Sie links in der Farb-Legende das Menü „Bearbeiten“ und „Farben drehen“ um die Farbenpalette zu drehen.

 

Verformungsfaktor

 

Wählen Sie links „Bearbeiten“ und „Verformungsfaktor“ und geben einen  Verformungsfaktor von 270 ein damit die Verformungsverteilung

besser zu sehen ist.

 

Max. Vergleichsspannung = 110 N/mm2 beim gesamten Modell

 

 

 

Max. Verformung in X-Richtung = 0.141 mm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darstellung der max. Spannungen in den Schrauben

 

Wählen Sie im rechten Seitenmenü „Einzelne Flächen einblenden“ und klicken auf die Fläche 138. Man erhält dann das

Spannungsbild einer einzelnen Schraube.

 

 

Max. Vergleichsspannung = 107 N/mm2 beim halben Modell

 

 

Max. Vergleichsspannung = 109 N/mm2 beim geviertelten Modell

 

 

 

 

Ergebnisvergleich mit den verschiedenen Modellen

 

 

Modell           max. X-Verformung    max. Mises-Vergleichsspannung

 

Gesamt                     0.141 mm                        110 N/mm2

nur Hälfte                 0.149 mm                         107 N/mm2            

nur Viertel                0.142 mm                         109 N/mm2

 

 

 

 

FEM-Analyse mit dem in SolidWorks integrierten FEM-Tool CosmosXpress

 

Eine Vergleichsrechnung des Rohrflansches mit dem in SolidWorks integrierten FEM-Tool konnte leider nicht durchgeführt

werden da die Oberflächenvernetzung nicht erstellt werden konnte. Das Programm empfiehlt die Elementgröße < 13.645 mm zu reduzieren.

 

Auch die vereinfachten Modelle konnten nicht berechnet werden da hier nur Festlager aber keine Loslager definiert werden konnten,

diese werden aber für die Symmetrie-Randbedingungen gebraucht.