Glasstatik-Beispiele mit
FEM-System MEANS V8 – Teil 4c
Glaskonsole mit CAD-System
AutoCAD 2008 erstellen
Randbedingungen
erzeugen
Beispiel: Glaskonsole mit CAD-System AutoCAD 2008 erstellen
Absolute
Spitzenklasse für dünne 3D-Schalennetze ist die Verwendung von AutoCAD 2008 oder dem 100% DWG-kompatiblen CAD-System AXCAD.
Mit keinem anderen CAD-System kann man so schnell und einfach das
3D-Schalennetz für die Glaskonsole generieren.

Download AutoCAD 2008 – 30
Tage Version
Falls
Sie dieses Beispiel nachvollziehen möchten empfehlen wir Ihnen den Download von
AutoCAD 2008 als 30 Tage Version, damit entstand auch dieses Tutorial: http://www.brothersoft.com/autocad-51230.html
oder die 30
Tage Demo-Version von AXCAD.
Erzeugung eines Quaders
Erstellen
Sie zuerst mit dem Befehl „ai_box“
einen Quader mit den Abmessungen
150 mm
x 100 mm x 100 mm
Hier
die AutoCAD-Eingabe:


Flächen des Quaders erzeugen
Erzeugen
Sie zuerst mit dem Befehl „Ursprung“ bzw.
„Explode“ die
Flächen des Quaders. Löschen Sie mit „Delete“ bzw. „Erase“
jetzt die linke Fläche, Vorderfläche und Oberfläche.

Mit dem Befehl „Ändern“ und „Spiegeln“ bzw. „Modify“ und „Mirror“ selektieren Sie zuerst das gesamte
Modell sowie die beiden unteren Knoten der rechten Fläche aus.

Mit den Befehlen „Surftab1“ und „Surftab2“ müssen zuerst die lokalen
Netzdichten in X- und Y-Richtung auf „12“ eingestellt werden.

Rippen-Point verschieben
Verschieben
Sie nun den oberen Rippen-Punkt von Z= 100 auf Z=5 nach unten. Dazu einfach den
Knoten anklicken und die neue Z-Koordinate eingeben.

Kanten für jede Fläche neu erzeugen
Für
alle 5 Flächen müssen jetzt mit dem Befehl „3dpoly“ die Kanten einzeln erzeugt
werden, damit Sie für den Netz-Befehl „Kantob“ bzw. „Edgesurf“
selektierbar sind.

Kanten für Fläche 5
erzeugen
Führen Sie für die Fläche 5
viermal den Befehl „3dpoly“
aus und klicken zuerst auf den Startpunkt und dannach auf den „Endpunkt“ der
Kante.
Command:
3dpoly
Specify
start point of polyline:
Specify
endpoint of line or [Undo]:
Specify
endpoint of line or [Undo]:
Command:
3DPOLY
Specify
start point of polyline:
Specify
endpoint of line or [Undo]:
Specify
endpoint of line or [Undo]:
Command:
3DPOLY
Specify
start point of polyline:
Specify
endpoint of line or [Undo]:
Specify
endpoint of line or [Undo]:
Command:
3DPOLY
Specify
start point of polyline:
Specify
endpoint of line or [Undo]:
Specify
endpoint of line or [Undo]:

Mit
dem Befehl „Kantob“ bzw.
„Edgesurf“ vernetzen Sie
nun die Fläche 5, indem Sie alle 4 Kanten der Fläche nacheinander anklicken.
Command: edgesurf
Current wire frame density: SURFTAB1=12
SURFTAB2=12
Select object 1 for surface edge:
Select object 2 for surface edge:
Select object 3 for surface edge:
Select object 4 for surface edge:

Arbeitsgänge für Flächen
1 bis 4 wiederholen
Führen Sie die beiden letzten
Arbeitsgänge auch für die Flächen 1 - 4 durch bis Sie die Glaskonsole komplett
vernetzt haben.

Damit nur das neue Maschennetz
als FEM-Netz erzeugt wird, wird folgender Trick angewandt: Versetzen Sie das
neue Maschennetz auf eine andere Position und löschen das alte Kantenmodell von
Seite 4. Dazu einfach die 5 Maschennetze anklicken und mit „Schieben“ bzw. „Move“ auf eine andere Position versetzen.

Zum Schluß der wichtigste
Arbeitsgang für die Umwandlung des Maschennetzes in ein reguläres Rechteck-Netz
mit dem Befehl „Ursprung“
bzw. „Explode“.
Nach diesem Befehl ist jedes
Rechteck einzeln selektierbar und kann z.B. gelöscht oder kopiert werden ( um
z.B. ein Loch zu erzeugen u.s.w.)
Command:
_explode
Select objects: Specify opposite
corner: 5 found

DXF abspeichern
Mit dem Befehl „DXFOUT“ können Sie das Schalennetz
jetzt für MEANS zur FEM-Weiterverarbeitung in
das Verzeichnis:
„C:\Programme\Gemeinsame
Dateien\MEANS V8\DXF und unter dem Namen: „Schalennetz.dxf“ abspeichern.
Der größte Arbeitsaufwand der
FEM-Analyse (etwa ca. 80%) – die Netz-Erstellung wurde jetzt vollständig mit AutoCAD durchgeführt.
DXF-Netz in MEANS einladen
Starten Sie das Desktop Icon von
MEANS-SHELL oder wählen Sie in MEANS V8 „Neues Projekt“ und „2D/3D-Netzgenerierungen“ um den
Schalen-Preprozessor zu starten.
Wählen Sie jetzt „Einladen“ oder das Icon
. Wählen Sie das Register „DXF“ und und laden die DXF-Datei aus dem
Verzeichnis
„C:\Programme\Gemeinsame
Dateien\MEANS V8\DXF\Schalennetz.dxf ein.

Als Ergebnis erhält man ein
FEM-Netz bestehend aus 769 Knotenpunkte und 720 SHEL4-Schalenelemente.

Prüfen
Sie zuerst mit der Netz-Iconleiste
und
dem Menü „Jacobi-Matrix“ die Elementnumerierungen:

und
Prüfung nochmals wiederholen:

Elementtyp SHEL4 auf SHEL8 konvertieren
Es
folgt mit der Iconleiste für Netzmanipulationen
und dem Menü
eine Elementkonvertierung von SHEL4 auf das genauere
SHEL8-Schalenelement mit Mittelknoten.

Nach
der Elementkonvertierung erhalten Sie ein FEM-Schalennetz bestehend aus
2257
Knotenpunkten und 720 SHEL8-Schalenelementen.
Randbedingungen erzeugen
Die Glaskonsole ist an 6
Knotenpunkten fest eingespannt. Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
um die Iconleiste für Randbe-dingungen anzuzeigen.
In der RB-Leiste wählen Sie
jetzt jeweils ein RB-Icon in X-, Y- und Z-Richtung um
die Verformungen in X-, Y- und
Z-Richtung zu sperren.

Wählen Sie „Erzeugen“ und
dannach „Markieren Sie einen Ausschnitt“ und klicken die vier Eckknoten 1, 470,
481, 25 sowie die Knotenpunkte 169 und 158 an der Rippe. Diese werden in der
Selectbox angezeigt. Dort können die Rbs mit „Erzeugen“ endgültig erzeugt
werden.

Eingabe der Belastung
Die Glaskonsole wird mit 1 Tonne
belastet. Daraus entsteht eine Knotenpunkt-belastung von –10000 N.
Wählen Sie das Icon
in
der Ansichtsleiste um die Iconleiste für Belastungen anzuzeigen.
Wählen Sie das Icon
und
„Knotenlast“ und geben den Wert von –10000 in Z-Richtung ein. Wählen Sie
„Markieren Sie einen Ausschnitt“ und klicken mit der Maus auf den Knotenpunkt
315. Dieser erscheint in der Selectbox, dort mit „Erzeugen“ die Belastung
erzeugen.

Wählen Sie “FEM-Projekt
bearbeiten” und “Materialdaten” und geben folgende
Materialwerte für Glas ein:
Elementdicke H1 – H4 (für jeden
der vier Eckknoten) = 5 mm
E-Modul = 70000 N/mm2
Poisson-Zahl = 0.25

Das FEM-Modell ist jetzt
vollständig und kann mit
unter
glaskonsole.fem im aktuellen Means-Struktur-Verzeichnis abgespeichert werden.
Das Modell ist jetzt komplett
erstellt und kann mit dem Menü „FEM-Analyse“ und „FEM-Analye starten“ berechnet
werden.

FE-Solver wählen
Für Platten und Schalenelementen muß der erste
FE-Solver ausgewählt werden, da im Dr. Kühn-Solver leider keine Schalenelemente
inplementiert sind.

Starten Sie mit Schritt 1 die FEM-Analyse und
anschließend mit Schritt 2 die Auswertung.
Wählen Sie das Icon
um
nach der FEM-Analyse die berechnete Verformungs- und Spannungsverteilung
darzustellen.

Mit dem Menü „Farbstufen
einstellen“ wählen Sie bitte „Regenbogen 32“ aus damit die Legende mit 32 Farben dargestellt wird.

Lastfall 1:
Maximale Z-Verformung = -0,94 mm

von Mises-Membranspannung = 1217
N/mm2

von Mises-Biegespannung = 335 N/mm2

von Mises Membran + Biegung
= 1217 N/mm2

Download Beispiel-Dateien Teil 4c